Die Erfindung der Currywurst wird allgemein der Berlinerin Herta Heuwer zugeschrieben. Am 4. September 1949 rührte sie in ihrem Kiosk an der Kantstraße aus Tomatenmark, Worcestershiresauce, Currypulver und anderen Gewürzen eine Soße an, die sie über eine gebratene Brühwurst goss. Sie nannte ihre Kreation "Chillup".
Während Berlin die Wurst erfand, machte der Ruhrpott sie zu einer echten Religion. Die Popkultur der 80er Jahre hat die "Mantaplatte" unsterblich gemacht.
Für viele gehört zur Currywurst nicht nur Currypulver, sondern richtig viel Schärfe. Gemessen wird diese in Scoville. Während Tabasco bei ca. 2.500 Scoville liegt, brennen die extremsten Buden Deutschlands mit reinen Chili-Extrakten echte Löcher in den Magen:
Dieser unscheinbare Imbiss im Berliner Wedding am S-Bahnhof Pankow gilt offiziell als die schärfste Bude Deutschlands. Hier kannst du aus 10 Schärfegraden wählen. Die höchste Stufe bietet unfassbare 7.700.000 Scoville! Wer das isst, muss vorher unterschreiben, dass er auf eigene Gefahr handelt.
Eine absolute Institution, wenn es um Schärfe geht. Hier gibt es die "Snack Point" Skala von Stufe A bis Stufe F. Bei Stufe F (Jambalaya) fließen Tränen und der Schweiß bricht aus. Sie nutzen unter anderem Extrakte der extrem scharfen Habanero und Jolokia Chilis.
Viele mobile Wagen und lokale Buden haben inzwischen "Scharfesser-Wettbewerbe" etabliert, bei denen Carolina Reaper Chilis (bis zu 2,2 Millionen Scoville) über die Wurst gestreut werden.